Heiße Weihnacht

Jedes Jahr gibt es irgendwo in Österreich zu den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen ein böses Erwachen.

„Immer wieder kommt es zu Kerzen-, Adventkranz bzw. Christbaumbränden mit unangenehmen Folgen für
Hab und Gut, welche man jedoch bei richtiger Umsicht durchaus vermeiden hätte können“, begründet
Landesbranddirektor Albert Kern seine Besorgnisse im Hinblick auf die bevorstehenden
Weihnachtsfeiertage.

Die Statistik spricht in diesem Zusammenhang eine eindeutige Sprache: die Grazer Berufsfeuerwehr hatte
in den Weihnachtswochen im vergangenen Jahr zu insgesamt 17 Brandeinsätzen auszurücken, deren
Ursache Kerzen-, Adventkranz- und Christbaumbränden zuzuschreiben ist.

„Wiewohl die Einsätze in Graz seit dem Jahr 2005 rückläufig waren, ist jeder der 17 Brände um einer zuviel.
Steiermarkweit kam es laut den vorhandenen Statistiken im Zeitraum vom 1.12.2006 bis zum 31.01.2007 zu
insgesamt 76 Wohnraumbränden, deren mutmaßliche Entstehung zu rund einem Viertel auf Fahrlässigkeit
bzw. Selbstentzündung zurückzuführen sind“, unterstreicht Landeskommandant Albert Kern sein Ansinnen
nach größerer Obsorge zur Advent- bzw. Weihnachtszeit.

„Die mir vorliegende Statistik spiegelt nur jene Einsätze wieder, welche die Feuerwehren tatsächlich zu
leisten hatten - ich kann jedoch nicht ausschließen, dass der eine oder andere Entstehungsbrand selbst
gelöscht wurde“, unterstreicht Kern seine Gedanken, sodass „der Heilige Abend nicht zur heißen Weihnacht“ wird.


„Meine persönlichen Sicherheitstipps sollen dazu beitragen“, so Kern, „dass der Heilige Abend still
verbracht und eine Brandgefahr mit wenigen Handgriffen vermieden werden kann.“


 

  • Beim Kauf des Christbaums sollte darauf geachtet werden, dass er noch keine Nadeln verliert.
    Nadelnde Bäume lassen den möglichen Rückschluss zu, nicht frisch geschnitten zu sein.
    
  • Der Baum sollte möglichst lange im Freien stehen, um ein frühzeitiges Austrocknen desselben zu verhindern.
    
  • Standsichere, eventuell mit Wasser gefüllte Weihnachtsbaumständer sollten verwendet werden.
  • Ebenso sollte der Standplatz richtig ausgewählt und der Baum gut befestigt werden.

 

  • Ein Sicherheitsabstand von mindestens 50 cm zu brennbaren Materialen wie Vorhang etc. sowie ein
    Abstand zum Heizkörper ist ein Sicherheitsvorteil.
    
  • Wer Kerzen statt Lampen verwendet, sollte besonders darauf achten, dass diese nicht mit den
    Nadeln in Berührung kommen können.
    
  •  Wer mit Kindern feiert, sollte diesen die Gefahr, die vom Feuer ausgeht verdeutlichen und
    eventuell auf Kerzen verzichten.
    
  • Ein Kübel Wasser oder ein geeigneter Feuerlöscher sollte für den Notfall griffbereit zur Verfügung
    stehen.

„Ich gebe zu bedenken“, so Landeskommandant Kern, „dass ein ausgetrockneter Christbaum innerhalb von
wenigen Sekunden Feuer fangen kann und in weniger als einer halben Minute in Vollbrand steht.“

 

Wir wünschen Ihnen angenehme und vor allem besinnliche Festtage ohne die Notrufnummer der
Feuerwehren - 122 - beanspruchen zu müssen.